11.03.2018 – Dackel steckte im Erdbau fest und musste ausgegraben werden

Bruchenbrücken – Bereits am Abend des 14. Februar erreichte den Bruchenbrückener Wehrführer gegen 17.15 Uhr der Anruf eines Kameraden, der ihn über einen in einem Erdbau vermissten Dackel informierte. Die Besitzer seien schon seit etwa 2 Stunden damit beschäftigt das Tier zu befreien, seine jetzt aber am Ende ihrer Kräfte und benötigten schnelle Hilfe. Aufgrund der begrenzten Einsatzstelle entschloss sich Wehrführer Christoph Meyer zuerst über die Whatsapp Gruppe Einsatzkräfte zu aktivieren. Nach zwei Minuten hatten sechs Kameraden ihr Kommen zurückgemeldet. Am Feuerwehrhaus angekommen rückte die Mannschaft mit LF 8/6 und MTF aus. Die Mannschaft des MTF wurde beauftragt auf der Anfahrt noch ein Handendoskop aus Privatbesitz zu holen und dann zur Einsatzstelle zu bringen.

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Der Erdbau liegt am Rand eines Feldes teilweise unter einer dichten Brombeerhecke.

An der Einsatzstelle eingetroffen wurde die Mannschaft des LF gebeten noch einen Moment zurückzubleiben, da der vom Dackel in den Bau getriebene Waschbär sich anschickte diesen wieder zu verlassen. Und wirklich kam dieser nach ein paar Minuten zum Vorschein, um sich dann schleunigst in Sicherheit zu bringen. Leider kam der Hund nicht heraus. Es nutze kein Rufen oder Locken. Aufgrund des Bellens war grob den Standort zu erahnen. Bereits vor dem Eintreffen der Einsatzkräfte war durch den Besitzer des Hundes und weitere Helfer schon an einer Stelle mit Grabungen begonnen worden. Die Einsatzkräfte begannen dann den Erdbau vom Eingang her zu öffnen. Mit dem Endoskop wurde der weitere Verlauf des Gangs sondiert, um eine Verletzung des Tieres durch die eingesetzten Werkzeuge auszuschließen. An einer Abzweigung folgte man aufgrund der Lautmeldungen des Hundes dem rechten Gang etwa 6 Meter weit in einer Tiefe von zirka 80 Zentimetern indem man ein Stück Wasserrohr DN100 in den Gang schob und dann um das Rohr den Gang freilegte. Leider blieben im Verlauf der Arbeiten die Lautmeldungen des Hundes aus.

Wegen der einbrechenden Dunkelheit wurde die Einsatzstelle mit zwei akkubetriebenen Leuchten ausgeleuchtet. Der geöffnete Gang endete dann plötzlich ohne den Hund zu finden. Also wurde der Abzweig weiter geöffnet. In Richtung des Abzweigs befand sich ein weiterer Ausgang. Mit einer motorbetriebenen Heckenschneidmaschine wurde rund um diesen zweiten Ausgang das Umfeld von der Brombeerhecke befreit, um an den Eingang zu gelangen und dort von der anderen Seite den Gang freizulegen. Hier war aber nach einem Meter der Gang scheinbar durch die Versuche der Eigentümer eingefallen und nicht mehr zu verfolgen. Dort wurden die Arbeiten dann wieder eingestellt. Nach weiteren 20 Minuten war zwischen den beiden Grabungsstellen lediglich noch etwa ein Meter Abstand. Als die Mannschaft das Rohr entfernte um mit dem Endoskop den weiteren Verlauf zu erkunden, fanden sie den Dackel. Gegen 20.10 Uhr konnte der Besitzer seinen Hund endlich aus dem Bau holen. Er wurde sofort gewärmt und zum Tierarzt gebracht. Der Tierarzt stellte außer ein paar kleinen Schrammen aus der Begegnung mit dem Waschbären keine Verletzung fest.

Die Feuerwehr packte ihre Ausrüstung zusammen und rückte wieder ein.

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Mit einem Endoskop wird versucht
den Hund zu lokalisieren.
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Während der Tierrettung musste die
Einsatzstelle ausgeleuchtet werden.
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Glücklich hält der Besitzer seinen
Dackel wieder im Arm.

Text und Bilder: Christoph Meyer, Wf Bruchenbrücken

   
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