31.05.2018 - Arbeiten auf engstem Raum und eine Anfahrt mit Hindernissen waren das Fazit der diesjährigen Pfingstübung der Freiwilligen Feuerwehr Gambach am Pfingstdienstagabend.

Bewusst entschied sich Wehrführer Alexander Weber dieses Mal für ein Übungsszenario in der Obergasse, im engen Ortskern von Gambach. Häufig wurde hier in der Vergangenheit bereits die Parksituation von vielen bemängelt, die eine Durchfahrt von Feuerwehr– und Rettungsfahrzeugen erschwere und im Ernstfall wertvolle Zeit koste. Ein Drehleiterfahrzeug beispielsweise könnte hier unter Umständen erst gar nicht zum Einsatz kommen, da die benötigte Stellfläche durch unvorteilhaft parkende Fahrzeuge oft nicht vorhanden ist. Glücklicherweise handelte es sich am vergangenen Dienstagabend jedoch nur um eine Übung, bei der ein Feuer in einer Werkstatt neben eng bebauten Wohnhäusern angenommen wurde. Zwei Bewohner befanden sich noch im verrauchten Gebäude und mussten von den Einsatzkräften des ersteintreffenden Tanklöschfahrzeuges unter Einsatz von Atemschutz mit Hilfe einer Wärmebildkamera gesucht und aus dem Gebäude gerettet werden. Ein weiterer Bewohner suchte Sicherheit auf dem angrenzenden Dach und konnte sich nicht mehr selbst befreien. Dieser wurde von den Einsatzkräften des zweiten Einsatzfahrzeuges unter Vornahme einer Steckleiter sicher vom Dach gerettet. Das Feuer konnte erfolgreich mit mehreren Rohren gelöscht werden. Der für die Übung eingesetzte Rauchnebel wurde mit einem Hochdrucklüfter aus dem Gebäude entfernt und das Übungsobjekt in sauberem Zustand dem Eigentümer übergeben. Auch bei der Rückfahrt zum Feuerwehrhaus stellten viele Zuschauer sowie direkte Anwohner erschreckend fest, das beim Rangieren der Einsatzfahrzeuge in der Obergasse nur wenige Zentimeter Platz vorhanden waren, an zwei Stellen musste man den Außenspiegel des Löschfahrzeuges einklappen um keine Fahrzeuge oder Hauswände zu beschädigen. Kostbare Zeit, die im Ernstfall beispielsweise der Hilfeersuchende am Fenster des brennenden Wohnhauses bräuchte. Denken Sie bitte daran. Die Feuerwehr hilft jedem, wenn man sie lässt!

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Text und Bilder: Frederic Rotter, Pressewart FF Gambach

   
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