01.04.2020 – „Endlich versteht mein Partner mich in jeder Lage“

Wetteraukreis: Nach Hessenwarn und einigen weiteren technischen Vorsprüngen im Bundesvergleich setzt der Wetteraukreis nun in Sachen Dating neue Maßstäbe. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass das Ehrenamtler-Gen einer der häufigsten Trennungsgründe unter Feuerwehrangehörigen und deren Partnern ist. Prominente Paare zeigen, dass es auch in der Praxis funktioniert. Besonders in der aktuellen Zeit wollen wir den Rettungskräften die Möglichkeit geben sich zu vernetzen und auch in schweren Zeiten einen Partner zu finden, auf den sie sich verlassen können und der sie versteht.

Die ständigen Diskussionen mit dem Partner „Musst du da schon wieder hin?“, „Es gibt doch genug andere, die können auch mal was machen!“ oder „Warum hast du für jeden Zeit, nur nicht für mich?“ haben endlich ein Ende. Es gibt unzählige Statistiken und Berechnungen der Persönlichkeitsprofile, die alle auf die gleiche Lösung kommen: In einer Partnerschaft sollte Spaß, gute Laune, gemeinsame Interessen, aber auch gemeinsame Erlebnisse nicht zu kurz kommen. Dabei ist vor allem wichtig, dass der Partner einen in jeder Lebenslage versteht und seine Gefühle nachvollziehen kann. Am besten kann er dies, wenn er eine ähnliche Situation selbst schon einmal erlebt hat. Daher können Beziehungen mit feuerwehrfremden Personen statistisch nie gut gehen.

Jedoch sollten die Partner auch gewisse Freiräume haben und nicht immer truppweise vorgehen. Daher ist die APP auch für Ehrenamtler aus anderen Rettungsorganisationen, wie dem DRK, dem THW und vielen weiteren Hilfsorganisationen geöffnet. Frei nach dem Motto „Don’t fuck the company!“ empfehlen die Forscher nicht in der eigenen Wehr nach einem Partner zu suchen. Hier sind die Überschneidungen im Alltag zu groß und die Kameradschaft leidet oft unter der Pärchenbildung. Es kommt zu Interessenskonflikten, die sich leicht auf das ganze Team auswirken können.

Funktionierende Partnerschaften beinhalten auch oft gemeinsame Projekte. Sei es der Einsatz für die Brandschutzerziehung, das Engagement im kreisübergreifenden Redaktionsteam oder auch die Interkommunale Zusammenarbeit (IKZ) zwischen kleineren Wehren mit ähnlichen Problemstellungen. Unsere prominenten Paare sind die besten Beispiele dazu.

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Unser Kreisbrandinspektor Lars Henrich geht mit gutem Beispiel voran und ist auch gleichzeitig Markenbotschafter für die APP. „Es ist wichtig, dass meine Partnerin die Challenges meiner Position versteht und es nicht immer Diskussionen gibt, wenn schon wieder ein Termin auf einen Abend fällt, der eigentlich für die Zeit zu zweit geplant war. Schön ist, wenn man gemeinsam an solchen Terminen teilnehmen kann und für dieselben Projekte brennt.“

Als herausragendes Beispiel für eine funktionierende IKZ ist die Zusammenarbeit zwischen der Feuerwehr Rockenberg und der Feuerwehr Rödgen zu nennen. Die Kameraden der beiden Wehren sind eng befreundet und schon vor der Zusammenarbeit der Wehrführung fand hier ein reger Austausch zwischen den Kameraden durch gegenseitige Übungsbesuche und gemeinsame Football-Abende statt. Besonders kleine Feuerwehren haben oft das Problem ihre Mannschaft zu motivieren und auf die doch eher seltenen Einsätze vorzubereiten. Daher ist eine funktionierende überörtliche Zusammenarbeit immer wichtiger und wirkt sich positiv auf die Kameradschaft aus. Hier kann es schnell passieren, dass der Austausch über die Feuerwehrthemen hinausgeht und auch viele andere gemeinsame Interessen gefunden werden. Wehrführer Marcus Müller und Wehrführerin Juliane Steinhauer zeigen, wie unkompliziert solch eine Verbindung sein kann. Der Hochzeitstermin steht bereits fest und die Feuerwehrhochzeit wurde von einem Fachausschuss an der HLFS geplant. Es wird eine Beteiligung von Feuerwehren aus ganz Hessen erwartet.

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Alle guten Dinge sind drei und daher ist das dritte Pärchen nicht nur feuerwehrintern, sondern eine Partnerschaft, die bereits den Bund der Ehe eingegangen ist und unser Vorzeigepaar für eine hilfsorganisationsübergreifend Beziehung ist. Er ist Gemeindebrandinspektor und Sie arbeitet im Gesundheitssektor. Sie berichtete: „Vor mir war er mit der Feuerwehr verheiratet, aber ich habe einen Weg gefunden, dass er eine zweite Ehe einging. Für die Hochzeit war klar, dass die Feuerwehr dabei ist.“

Warum aber als APP? Neben dem Engagement in der Hilfsorganisation, dem Brötchenjob und weiteren sozialen Verpflichtungen fehlt den Ehrenamtlern schlicht weg einfach die Zeit potenzielle Partner auf traditionellem Weg kennenzulernen. Oft ist es auch gesund, wenn die sich entwickelnde Beziehung erstmal unter dem Radar stattfindet, und nur durch sorgfältiges Erkunden der Kameraden entdeckt werden kann. Dabei ist ganz klar auch der Führungsvorgang anzuwenden. Die Partnersuchenden sollten die vier Phasen der Erkundung nicht vernachlässigen. Nach der Frontalansicht ist unbedingt eine persönliche Befragung notwendig, bevor die Zugänge geprüft werden können und eine Rundumsicht stattfindet. Die Beurteilung sollte sorgfältig durchgeführt werden, bevor es zur weiteren Planung kommt. Unabdingbar ist eine genaue Lagemeldung unter den Datenden und bei der Befehlsgebung sollte stehts die Struktur beachtet werden. Die Kontrolle und die ständige Wiederholung des Führungsvorgangs haben die Ehrenamtler mittlerweile so im Blut, dass die Kennenlernphase sehr harmonisch und ohne weitere Gefahren abgearbeitet werden kann.

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Dass Onlinedating im Trend liegt zeigt auch ein weltweiter Vergleich. Dabei ist Deutschland auf Platz 4 mit über 10 Prozent, die Dating Services im Netz nutzen. Unter Ehrenamtlern wurde von knapp der Hälfte aller Partnersuchenden mindestens einmal schon ein Online Dating Service in Anspruch genommen, wie regionale Umfragen beweisen.
Wir sind von dem Erfolg dieser App überzeugt und freuen uns jetzt schon, dass wir vielen Ehrenamtlern etwas positives zurückgeben können, die Ihre harte Arbeit für die Gesellschaft belohnt. Die App könnt ihr in den nächsten Tagen im App-Store erwerben und euch dann direkt auf die Partnersuche begeben. Wenn ihr eine Info bekommen wollt, ab wann die App verfügbar ist, schreibt einfach an: dating [AT] kfv-wetterau [PUNKT] de

Auf Grund der aktuellen Lage soll auch eine Video-Funktion integriert werden und wir vertrauen auf das Pflichtbewusstsein unserer Kameradinnen und Kameraden, das erste Live Date auf eine Zeit zu verschieben, wenn der persönliche Kontakt wieder ohne Probleme möglich ist. Spaziergänge mit 1,5 bis 2m Abstand ermöglichen auch schon eine gute Lageeinschätzung und Erkundung in der Anfangsphase.

Über eine Weiterentwicklung der App mit Zufallsalarmierungen und Blind-Dates wird bereits nachgedacht. Wir hoffen ihr seid alle Aufmerksam und helft uns bereits jetzt die neue App zu bewerben, die in den nächsten Tagen im App-Store angeboten werden wird.