18.01.2013 – Hilfsaktion für betroffene Familie – Verpuffung als Ursache – 48-jähriger Bewohner wird in Klinik eingeliefert

Ober-Widdersheim (bo). Am Mittwochnachmittag war in der Unter-Widdersheimer Straße im Stadtteil Ober-Widdersheim ein Einfamilienhaus mit Nebengebäude in Brand geraten. Nach den bisherigen polizeilichen Ermittlungen war das Feuer durch eine Verpuffung ausgebrochen, nachdem der 48-jährige Hausbewohner mit einer Motorsäge mit offenem Tank in der Hand Holz in den Kamin nachlegen wollte.

Der Mann erlitt eine Rauchgasvergiftung und musste vorsorglich in eine Klinik gebracht werden, die er aber mittlerweile wieder verlassen hat. Seine Ehefrau und die beiden Kinder konnten das Haus rechtzeitig verlassen und blieben unverletzt.

Die Feuerwehren aus Nidda, Geiß-Nidda, Ober- und Unter-Widdersheim rückten mit insgesamt 35 Einsatzkräften aus und konnten das Feuer durch den Einsatz von Atemschutzgeräteträgern und der Drehleiter schnell unter Kontrolle bringen. Bis in die späten Abendstunden waren Einsatzkräfte zur Brandwache vor Ort. Geleitet wurde der Einsatz von Stadtbrandinspektor Matthias Holland, vor Ort war auch Kreisbrandinspektor Otfried Hartmann.

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Trotz des schnellen Eingreifens der Feuerwehren entstand bei dem Brand ein Schaden in sechsstelliger Höhe.

Durch das Feuer und insbesondere die Rauchausbreitung bis ins Obergeschoss ist das Gebäude unbewohnbar geworden. Die Polizei schätzt den Schaden auf etwa 100.000 Euro.

Bürgermeister Hans-Peter Seum verschaffte sich in Ober-Widdersheim selbst einen Überblick und kümmerte sich gemeinsam mit einer Mitarbeiterin des Ordnungsamtes um die vorläufige Unterbringung der Familie in einer Pension in Geiß-Nidda. Zwischenzeitlich wurden durch den Rathauschef und die Ober-Widdersheimer Ortsvorsteherin Petra Becker weitere Hilfsmaßnahmen auf den Weg gebracht. So konnte unter Mitwirkung der Wohnungsbaugesellschaft bereits eine Wohnung als Übergangslösung gefunden werden.

Außerdem wurde eine Sammlung angestoßen, um die Familie auf die Schnelle mit den notwendigsten Gegenständen des täglichen Bedarfs ausstatten zu können. Außer der rußgeschwärzten Kleidung ist der Familie nichts geblieben.

Die Hilfsmaßnahmen werden durch die Ortsvorsteherin und das Ordnungsamt Nidda koordiniert. Zudem soll bei der Sparkasse Oberhessen ein Spendenkonto eingerichtet werden. Wer helfen möchte, kann sich auch per E-Mail () an Petra Becker wenden.

Quelle: Kreis-Anzeiger online vom 18.01.2013
Foto: Bonarius