02.04.2026 - Wetteraukreis/Bingenheim - Der Kreisfeuerwehrverband Wetterau hat im Rahmen seiner Verbandsversammlung für das Geschäftsjahr 2025 auf ein arbeitsreiches Jahr zurückgeblickt. Die Sitzung fand in der Sampo-Halle in Echzell-Bingenheim statt. Vorsitzender und Kreisbrandinspektor Lars Henrich begrüßte zahlreiche Delegierte sowie Gäste aus Politik und Feuerwehrwesen.

Im Mittelpunkt der Versammlung standen die Berichte des Vorstandes sowie die vielfältige Verbandsarbeit – von der Interessenvertretung auf Landesebene bis hin zur Mitarbeit in Fachausschüssen und der Entwicklung fachlicher Handlungsempfehlungen. In ihrem Grußwort würdigte die Erste Kreisbeigeordnete Birgit Weckler die unverzichtbare Arbeit der ehrenamtlichen Feuerwehrangehörigen für Gesellschaft und Bevölkerungsschutz.

Henrich stellte heraus, dass zum Jahresende 2025 insgesamt 3.836 aktive Feuerwehrangehörige im Wetteraukreis engagiert sind. Diese bewältigten im vergangenen Jahr 2.242 Einsätze, Brandsicherheitsdienste und Maßnahmen der Brandschutzerziehung. Insgesamt zählt der Kreisfeuerwehrverband 8.002 Mitglieder und repräsentiert damit rund 2,4 Prozent der Bevölkerung im Wetteraukreis.

Einen besonderen Schwerpunkt der Verbandsarbeit bildete der Hessentag 2025 in Bad Vilbel, bei dem Mitglieder des Kreisfeuerwehrverbandes über mehrere Tage den Informationsstand des Landesfeuerwehrverbandes besetzten.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Aus- und Fortbildung: 959 Lehrgangsplätze wurden angeboten, von denen 848 genutzt wurden. Inhaltlich wurde die Ausbildung unter anderem im Bereich der Führungsunterstützung weiterentwickelt. Im Rahmen einer Klausurtagung arbeiteten die Kreisausbilder zudem an der zukünftigen Ausrichtung der Ausbildung. Ergänzend kamen ein Brandsimulationscontainer für die Atemschutzausbildung sowie ein Baumbiegesimulator für die Motorsägenausbildung zum Einsatz.

Auch die Nachwuchsarbeit entwickelt sich weiterhin auf hohem Niveau: In den Kinder- und Jugendfeuerwehren sind aktuell 2.753 Mitglieder aktiv, berichtete Kreisjugendfeuerwehrwart Christian Zahn. 176 Kinder wechselten in die Jugendfeuerwehren, 62 Jugendliche wurden in die Einsatzabteilungen übernommen. Gleichzeitig wurde deutlich, dass Austritte – insbesondere aufgrund veränderter Interessen – weiterhin eine Herausforderung für die Nachwuchsbindung darstellen. Die Leistungsspange konnte im Berichtsjahr an 52 Jugendliche verliehen werden. Beim Landesentscheid zum Bundeswettbewerb erreichten Mannschaften aus dem Wetteraukreis einen dritten, einen fünften und einen zehnten Platz.

Kreisstabführer Michael Eckhard berichtete von der Arbeit im Bereich der Feuerwehrmusik. 250 Aktive musizieren in acht Musikgruppen und drei Jugendorchestern in Blofeld, Kirch-Göns, Bönstadt, Stammheim, Büdingen, Nieder-Mörlen, Butzbach und Pohl-Göns.

Das Treffen der Ehren- und Altersabteilungen fand in diesem Jahr in Echzell statt und wurde vom Comedy-Duo „Pico-Bello – die verrückte Feuerwehr“ begleitet. Im Rahmen der Wahlen wurde Bernd Philippi (Beienheim) einstimmig zum Kreissprecher der Ehren- und Altersabteilung gewählt. Er tritt die Nachfolge von Karl Rack an, der von Vorsitzendem Lars Henrich mit einem Präsent verabschiedet wurde.

Eine besondere Ehrung erhielt Sascha Geiß (Glauburg), der für seine langjährige Tätigkeit im Vorstand zum Ehrenmitglied ernannt wurde.

Die Versammlung beschloss außerdem eine Beitragserhöhung für die Städte und Gemeinden als kommunale Mitglieder des Verbandes ab dem Jahr 2026. Der Kreisfeuerwehrtag 2027 wird in Bindsachsen ausgerichtet, die kommenden Verbandsversammlungen finden 2028 in Ortenberg und 2029 in Beienheim statt.

Abschließend gaben Vorsitzender Lars Henrich und Kassenverwalter Andreas Haas bekannt, bei den Wahlen im Jahr 2027 nicht erneut kandidieren zu wollen.

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Kreisbrandinspektor und Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes erläutert der Versammlung in seinem Jahresbericht die Einsatzstatistik des vergangenen Jahres.

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Vorsitzender Lars Henrich (l.) verabschiedet Karl Rack (Limeshain) zusammen mit Vize-Vorsitzendem Sebastian Luft (r.) aus dem Vorstand.

Text: Alexander Hitz, Pressesprecher KFV-Wetterau
Bilder: Michael Stotz, KFV-Wetterau