19.07.2020 – Fahrbahn in Richtung Frankfurt über 10 Stunden voll gesperrt

Butzbach – Im Berufsverkehr kam es bereits am Montagmorgen gegen 6.45 Uhr zu einem Auffahrunfall auf der A5 zwischen den Anschlussstellen Butzbach und Bad Nauheim. Drei Sattelzüge fuhren aufeinander. Zwei Personen wurden dabei leicht verletzt. Dieser Unfall zog eine mehrstündige Vollsperrung der A5 nach sich.

Nach derzeitigem Stand musste ein Sattelzug verkehrsbedingt stark abbremsen. Der dahinterfahrende Sattelzug bremste ebenfalls. Weniger Glück hatte der nachfolgende Fahrer eines Sattelzuges aus Polen. Er krachte auf den Auflieger seines Vordermannes. Dieser wiederum wurde auf den Zug des ersten Fahrzeugs geschoben.

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Nachdem keine Person eingeklemmt war und die Verletzten vom Rettungsdienst versorgt wurden, kontrollierte die Feuerwehr Butzbach die Ladung der beteiligten Fahrzeuge. Dabei wurde festgestellt, dass aus dem hinteren Sattelzug eine Flüssigkeit auf die Fahrbahn lief. Die Kontrolle der Frachtpapiere ergab, dass der polnische Lkw mehrere Palletten mit Fahrzeugbatterien verschiedener Größen geladen hatte. Durch den Aufprall verschoben sich die Paletten und verkeilten sich teilweise ineinander. Dabei wurden mehrere Batterien stark beschädigt, so dass Batteriesäure auslief und sich im Anhänger und auch auf der Fahrbahn verteilte.

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Da die Feuerwehr zunächst mit dem Alarmstichwort „Verkehrsunfall, eingeklemmte Person“ zur Hilfe gerufen wurde, war nun aufgrund der geänderten Lage eine umfangreiche Nachalarmierung weiterer Kräfte notwendig. Parallel dazu wurde ein Löschzug zur Sicherstellung des Grundschutzes im Stadtgebiet am Stützpunkt Butzbach vorgehalten. Auf Grund der Lage auf der Autobahn war dort eine längere Bindung der Einsatzkräfte zu erwarten.

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Nach den Erstmaßnahmen an der Einsatzstelle mussten die nicht beschädigten Batterien von Hand entladen werden. Die Feuerwehrleute arbeiteten dabei in speziellen Schutzanzügen. Beim Abladen leistete ein Gabelstapler der Firma Kran Burgard aus Butzbach wertvolle Dienste. Feuerwehrleute in Chemikalienschutzanzügen luden die beschädigten Batterien anschließend in spezielle Behälter um. Für diese Arbeiten wurden alleine 34 Kräfte unter Atemschutz eingesetzt. Dies war angesichts der hohen Außentemperaturen eine Herausforderung für alle, aber besonders für die in den Schutzanzügen eingesetzten Feuerwehrleute.

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Des Weiteren baute die Dekon-Einheit der Feuerwehr Ortenberg einen Dekontaminationsplatz auf, um die Einsatzkräfte in Schutzanzügen nach dem Einsatz zu reinigen. Nach über acht Stunden war der Einsatz für die Feuerwehrkräfte auf der Autobahn beendet. An den Standorten folgten dann noch Reinigungs- und Aufrüstarbeiten, um die Einsatzfahrzeuge wieder einsatzklar zu machen.

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Insgesamt waren etwa 110 Einsatzkräfte im Einsatz. Eingesetzt waren Einheiten der Kernstadt Butzbach, Bodenrod, Griedel, Hoch-Weisel, Kirch-Göns, Maibach, Münster, Nieder-Weisel und Pohl-Göns. Aus dem Wetteraukreis waren der Brandaufsichtsdienst, die Dekon-Einheit aus Ortenberg, der Abrollbehälter „Atemschutz“ aus Bad Nauheim sowie ein Rettungswagen aus Butzbach vor Ort.

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Am Rande bemerkt
Gegen 13.30 Uhr fuhren einige Kräfte der Feuerwehr Butzbach mit zwei Fahrzeugen zu den im Stau „gefangenen“ Autofahrern und verteilten Getränke. Gegen 16.30 Uhr wurde eine zweite Runde Getränke an die wartenden Leute verteilt.

Text und Bilder: Andrea Bergenz, FF Butzbach